Eine Herzenssache

Ich biete Yoga für Pferdemenschen in unterschiedlichen Formaten an. Meine eigene Erfahrung als Reiterin baut die Brücke vom Sattel zur Matte und ich nutze mein Wissen um ganzheitlich zu arbeiten.



Zum zehnten Geburtstag bekam ich meine ersten Reitstunden geschenkt.
Seitdem bin ich ein Pferdemädchen. Im Gegensatz zu allen anderen Sportarten die ich als Kind so ausprobiert hatte, blieb ich dabei. Immer. Die Verbindung zu den Pferden begleitet mich bis heute als stete Konstante und beschenkt mich mit Momenten der Ruhe, der Freude, der Zuneigung, Staunen und auch immer wieder gerne mit beflügelter Geschwindigkeit im wilden Galopp.

Ich selbst habe keine Turnierambitionen, doch ich weiß wie wichtig es ist kontinuierlich Unterricht zu bekommen um Gewohnheiten und Fehlhaltungen zu korrigieren.
In meinem Fall kamen die Fehlhaltungen von der viel zu festen Muskulatur im Hüftbereich. Ich konnte nicht vernünftig mitschwingen, meine Gewichtshilfen waren häufig eher Belastung für das Pferd und meine Beine wurden wie von Zauberhand in Richtung Pferdemaul gezogen.
Ruhige, unterstützende Wade? Was ist das?

In der Yogalehrerausbildung kamen die AHA-Momente im Anatomieunterricht: Meine springenden Hände und meine ungünstige Beinlage haben den gleichen Ursprung – in der Hüfte!?
Ja. Haben sie. Ebenso wie die Festigkeit aller Pferde auf denen ich saß nicht an ihrer rechten Seite, sondern an meiner rechten Seite lag. Mein Zähneknirschen und daraus resultierende Schulterblockade ließen die Pferde in dem Moment verkrampfen in dem ich mich im Sattel zurecht setzte.

Pferde sind extrem feinfühlige Wesen. Wie sonst sollten sie die Aktivierung der Bauchmuskeln des Reiters durch einen Sattel aus Leder und Holz als Aufforderung zum Halten verstehen?
Warum sonst sollte ein Pferd, das auf dem Abreiteplatz zufrieden schnaubend an den Zügel getreten ist, im Viereck plötzlich nur noch eine Lektion kennen: den panischen Rückwärtsgang.

Eine sehr gute Reitlehrerin rief mir einst im Unterricht zu: Katja, das Problem deines Pferdes sitzt im Sattel!
Recht hatte sie.

Und hier kommt Yoga ins Spiel:
Wenn du losgelassen bist, ist dein Pferd es auch.
Wenn dein Rücken schwingen kann, kann es auch der deines Pferdes.
Wenn du ruhig atmest, tut dein Pferd es auch.
In der Reithalle, im Wald, auf dem Turnierplatz.
Gymnastiziere auch deinen Körper, nicht nur den deines Pferdes. Sorge für dein Mindset, und dein Pferd wird sich dir als Partner*in anbieten.

Ein individueller Mix ist selbstverständlich möglich. Gemeinsam finden wir die perfekte Lösung für dich und dein Pferd oder sogar für eure ganze Stallgemeinschaft.


Aus Prinzip: Bitte kontaktiere mich NICHT wenn du, dein*e Reitlehrer*in oder Bereiter*in mit Zwangmethoden wie z.B. der Rollkur arbeiten.

Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.

Kaiser Wilhelm II